South Korea Konsumentenschutz in Korea
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Gesetze und Verordnungen

Das Konsumentenschutzgesetz (Consumer Protection Act) ist seit seinem Inkrafttreten 1980 das Basisgesetz im Bereich des Konsumentenschutzes.

  • Zur Information über die Verpflichtungen von Staat, lokalen Regierungen und der Wirtschaft sowie der Rolle von Konsumentenschutzorganisationen, um die fundamentalen Rechte und Interessen der Verbraucher zu schützen.
  • Zur Festschreibung der Errichtung und der Aufgaben des Ausschusses für Konsumentenschutz (KCPB, Korea Consumer Protection Board).
  • Zur Festsetzung der generellen Vorschriften im Gesetzgebungsverfahren im Bereiche des Verbraucherschutzes.

Ausserdem existieren ca. 45 Gesetze und Verordnungen zum Konsumentenschutz, so etwa das Gesetz über Haustürgeschäfte (Door-to-Door Sales Act), das Gesetz über Etikettierung und Werbung (Fair Labelling and Advertising Act), Gesetz über die Regulierung von Monopolen und fairen Handel (Monopoly Regulation and Fair Trade Act) etc.

Regierungsstellen für Konsumentenschutz im elektronischen Geschäftsverkehr (zusätzlich zu KCPB)

  • Ministerium für Finanzen und Wirtschaft (MOFE; Ministry of Finance and Economy) – das für Konsumentenfragen in erster Linie zuständige Ministerium: jedes Jahr wird ein ganzes Paket von Massnahmen von benachbarten Ministerien und Behörden erlassen.
  • Kommission für fairen Handel (FTC; Fair Trade Commission) – zuständig für unlautere Etikettierung und Werbung, für die Bekämpfung von unlauteren und unfairen Vertriebspraktiken und für die Einführung von Verhaltensregeln (Codes of Conduct)
  • Ministerium für Handel, Industrie und Energie (MOCIE; Ministry of Commerce, Industry and Energy) – Einführung von Selbstregulierung und Verhaltensregeln (Codes of Conduct)
  • Ministerium für Information und Kommunikation (MIC; Ministry of Information and Communication) – Schutz der Privatsphäre der Konsumenten
  • Justizministerium (Ministry of Justice) – Rechtsprechung und Rechtsanwendung

Vorgehensweise bei Verbraucherbeschwerden in Korea

Konsumenten können Beschwerden und Schadenersatzansprüche wegen fehlerhafter Produkte oder Dienstleistungen dem KCPB melden (gemäss dem Konsumentenschutzgesetz; Consumer Protection Act)

KCPB kann Empfehlungen für Vergleiche in Schadenersatzfällen abgeben

Wenn kein Vergleich innerhalb von 30 Tagen erreicht werden kann, wird die Beschwerde unverzüglich der Kommission für Streitschlichtung zugeleitet

Die Kommission für Streitschlichtung (Consumer Disputes Settlement Commission), ausgestattet mit quasi-richterlicher Gewalt, wird zu vermitteln versuchen und gegebenenfalls in der Sache entscheiden.

  • Wenn beide Seiten die Entscheidung anerkennen hat sie rechtliche Bindung im Sinne eines Vergleiches vor Gericht. Wenn das Unternehmen nicht zustimmt wird KCPB dem Konsumenten beim Abfassen einer Zivilklage helfen.
  • Die oben aufgeführten Dienstleistungen sind kostenfrei. Die Kosten werden von der Regierung getragen.

Der koreanische Ausschuss für Konsumentenschutz (KCPB, Korea Consumer Protection Board) wurde als Regierungsstelle 1987 gestützt auf das Konsumentenschutzgesetz (Consumer Protection Act) eingerichtet.

KCPB schützt als Vollzugsbehörde die Basisrechte der Konsumenten und strebt generell eine Qualitätssteigerung sowie eine verbesserte Verbraucherpolitik an.

Hauptsächliche Arbeitsgebiete der KCPB sind:

  • Entschädigungsansprüche bei Konsumentenbeschwerden und Konfliktbeilegung
  • Qualitäts- und Sicherheits-Untersuchungen von Waren und Dienstleistungen
  • Erarbeitung und Empfehlung von Konsumentenstandards, Gesetzen und zur Einsetzung von Behörden
  • Verbreitung von Verbraucherinformationen zur Rationalisierung der Konsumenteninteressen und zur Steigerung der Konsumentensicherheit
  • Beratung und praktischer Anschauungsunterricht für Konsumenten
  • Umfassende Forschung und Überprüfung des Konsumverhaltens

Sie können KCPB auf Englisch per Email, Fax oder Briefpost kontaktieren. Sie können auch unser koreanisches Konsumententelephon anrufen.